Coronavirus: Aborigines sind besonders gefährdet

Auch Australien ist mittlerweile vom Coronavirus betroffen, wobei sich dieses vor allem an den Küstenstädten ausbreitet. Angst herrscht allerdings auch im Norden bzw. in den Wüstengegenden von Zentralaustralien. Dort leben viele Ureinwohner in Siedlungen, die vom nächsten Ort sehr weit entfernt sind. Für Krankenhausbehandlungen, zum Einkaufen oder für Behördengänge müssen diese Menschen in Städte wie Darwin oder Alice Springs fahren und sind dann oft stundenlang unterwegs. Viele übernachten dann in überfüllten Häusern, in Camps oder bei Verwandten. Experten meinen, das sich das Coronavirus unter diesen Umständen sehr rasch ausbreiten könnte. Die Aborigines sind dabei besonders bedroht, da viele an Vorerkrankungen leiden. Gesundheitsexperten fordern daher einen speziellen Schutz für diese Bevölkerungsgruppe. Seit Donnerstag gibt es für Nord- und Zentralaustralien nun Reisebeschränkungen, außerdem sind viele Camps und Siedlungen im Northern Territory gesperrt.