Wittenoom: Gefährlicher Ort, aber dennoch Touristenmagnet

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Etwa 1100 Kilometer von Perth entfernt liegt Wittenoom, der einer der weltweit gefährlichsten Orte ist, aber dennoch als Touristenattraktion gilt. Wittenoom ist sehr stark vergiftet, denn hier baute man beinahe 30 Jahre lang Asbest ab. Wird Asbest verarbeitet, so ist er nicht mehr giftig, als Rohstoff stellt er aber sehr wohl eine Gefahr dar. Bis 2004 war es legal, mit asbesthaltigen Produkten zu handeln, wodurch Schätzungen zufolge etwa zwei Millionen Häuser in Australien Asbest enthalten könnten. Daraus resultierende Erkrankungen treten meist erst Jahrzehnte später auf. Die Minen in Wittenoom wurden im Jahr 1966 geschlossen, die Bewohner der Ortschaft siedelte man langsam um, aber auch im Jahr 2019 waren noch immer Menschen in Wittenoom ansässig. 2006 strich man den Ort aufgrund der großen Gefahr sogar von australischen Landkarten. Die australische Regierung warnt, dass ein Kontakt mit Asbest zu einem äußerst seltenen Tumor, dem sogenannten Mesotheliom, bzw. zu anderen Krebsarten führen kann. Trotzdem schrecken einige Touristen nicht davor zurück, den Ort zu besuchen, um dann Fotos online zu teilen.