Museum in München gibt Überreste eines Ureinwohners zurück

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Rund 130 Jahre waren die sterblichen Überreste eines australischen Ureinwohners in einem Münchner Museum gelagert, nun wurden diese in einer feierlichen Zeremonie wieder an die Nachfahrengemeinschaft zurückgegeben. Laut Angaben von Forschern wurde die Leiche im Jahr 1876 im Rahmen einer Bestattung in Queensland gestohlen, um durch deren Verkauf eine Expedition finanzieren zu können. Seit 1889 lagerten die Überreste des Indigenen dann im Münchner Museum und wurde dort als exotische Kuriosität präsentiert. Nach 1922 verschwanden die Überreste allerdings in den Beständen. Auch in Berlin und Stuttgart sollen in den folgenden Tagen zahlreiche Überreste indigener Australier übergeben werden, die diverse Universitäten und Museen für Kolonialsammlungen angeschafft hatten.