Christchurch-Attentäter reiste in Europa auf Spuren der Kreuzfahrer

Foto: Foto: Flagge von Neuseeland (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Christchurch (dts Nachrichtenagentur) – Der Attentäter von Christchurch, Brenton Tarrant, hat bei Reisen durch Europa offenbar viele Orte angesteuert, die sich mit Kreuzfahrern und Kriegen gegen das Osmanische Reich in Verbindung bringen lassen. Wie „t-online“ unter Berufung auf das mittlerweile gelöschte Facebook-Profil des Attentäters berichtet, war Tarrant vor allem in Bulgarien und Rumänien an Stätten, die auch in enger Verbindung mit Kriegsherren aus der Zeit der Türkenkriege stehen. Einige Namen hatte der 28-Jährige auch auf seine Waffen und seine Magazine geschrieben.

In seinem sogenannten Manifest hatte der Terrorist unter anderem mit der Vertreibung der Türken aus dem europäischen Teil der Türkei gedroht. Wie „t-online“ weiter berichtet, hat der Australier sein Facebook-Posting-Verhalten vor der Tat geändert. In den neuesten Beiträgen waren keine Fotos von Reisen mehr zu sehen, sondern ausschließlich rassistische Beiträge, Fotos von Rechtsterroristen und Foto-Memes.

Dabei bezogen sich einige Beiträge auch auf Deutschland, unter anderem auf die Kirche St. Lambertus in Erkelenz-Immerath. Der auch als „Immerather Dom“ bekannte Bau wurde Anfang 2018 für die Erweiterung des Tagebaus Garzweiler II abgerissen.