Phänomen Menindee-Seen

Foto: Pixabay/ronymichaud

 
 
 

Im australischen New South Wales liegen die Menindee-Seen, die auftauchen und dann immer wieder mal verschwinden, je nachdem wie viel Niederschlag fällt. Für viele ist das ein eindrucksvolles Naturschauspiel, für die Bauern aus der Region stellt das Verschwinden der Seen aber auch ein Problem dar. Aus diesem Grund beschlossen sie im Jahr 1968 die Seen in einen Speicher umzuwandeln. Mit Hilfe von Wehren wird dabei das Wasser vom Darling River in die Menindee-Seen geleitet. Dieses Jahr ist die Situation aber problematisch, da die Temperaturen sehr hoch und auch Teile des Darling River ausgetrocknet sind. Unter diesen Bedingungen vermehrten sich die Algen sehr rasch, durch eine Kaltfront wurden diese dann zwar abgetötet, aber Bakterien, die über die restlichen Algen herfielen, verbrauchten einen Großteil des Sauerstoffs im Wasser. Dadurch erstickten unzählige Fische und das Gewässer „kippte“.