Die Zwölf Apostel: Die steinerne Zerbrechlichkeit am tosenden Indischen Ozean

Nicht allzu weit von der Metropole Melbourne, der zweitgrößten Stadt in Australien entfernt befinden sich die „Zwölf Apostel“ im Bundesstaat Victoria, der am östlichen Abschnitt der Südküste Australiens liegt.

Die bis zu 60 Meter hoch aus dem Meer aufragenden, teils wuchtigen, teils spitz zulaufenden Kalkfelsen gehören zu den Sehenswürdigkeiten des Port-Campbell-Nationalparks, der etwa 290 Kilometer im Westen Melbournes liegt.

Weniger freundlich waren die zwölf Apostel früher als „The Sow and Pigs“ bekannt, bevor man sich in den 1950er Jahren einer gewissen Ähnlichkeit mit den standhaften Aposteln erinnerte. Aber bereits zu jener Zeit widersetzten sich nur neun (und nicht zwölf) Kalkstein-Apostel dem – völlig unbekehrt – anstürmenden Indischen Ozean, der sich jährlich zwei Zentimeter in die Küste hineinfrisst.

Nachdem im Jahr 2005 ein weiterer der Apostel erschöpft im Meer zusammenstürzte, sind seither nur noch acht Getreue als Sehenswürdigkeiten bei ihrer Wacht am Ozean zu beobachten. In geologisch kurzen Zeitspannen ist wohl noch das eine oder andere Apostel-Opfer in Australien zu erwarten.