Die Blue Mountains: Wenn Eukaplyptusduft die Sinne betört

Sechzig Kilometer westlich von Sydney, der Hauptstadt des südwestaustralischen Bundesstaates New South Wales erheben sich die „Blue Mountains“. Die Blue Mountains gehören zur Gebirgskette „Great Dividing Range“, die die gesamte Ostküste des Kontinents Australien durchzieht.

Insbesondere aufgrund der Vielfalt der Eukalyptusarten wurden die Sehenswürdigkeiten der Blue Mountains im Jahr 2000 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Die feinen Nebel der von den Eukalyptusblättern verströmten ätherischen Öle liegen über der Berglandschaft und bewirken eine besondere Lichtstreuung, die bei Tag als blaues Schimmern zu erkennen ist und namensgebend für die „Blue Mountains“ war.

Die bei der Ortschaft Katoomba bis zu 1.000 Meter hoch aufsteigenden Blue Mountains sind das Quellgebiet vieler Flüsse, die im Laufe von Jahrtausenden tiefe Täler in das Sandsteingebirge gegraben haben.

Die sich in Nord-Süd-Richtung über ungefähr 300 Kilometer erstreckenden Blue Mountains beginnen im Süden am Nepean River mit einen Durchmesser von 30 Kilometern und erreichen weiter nördlich – fast den Pazifik berührend – eine Breite von 200 Kilometern.

Die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, bewohnten die Blue Mountains schon vor 14.000 Jahren, lange bevor europäische Siedler von Sydney aus erstmals Ende des 18. Jahrhunderts in das Gebirge im Osten von Australien vordrangen.

Von der frühen Besiedlung durch die Aborigines zeugen heute noch Sehenswürdigkeiten wie in die Felsen der Blue Mountains eingravierte Zeichnungen sowie faszinierende Malereien aus Holzkohle und Ocker.