Wegen Russlands Verstrickungen in den Anschlag auf einen ehemaligen Agenten gibt es in Down Under eine Debatte – auch Island schickt Signale. Joachim Löw äußert sich über ein mögliches Engagement beim FC Bayern.

Fußball, WM: Die australische Außenministerin Julie Bishop hat mit Aussagen zu einem möglichen Boykott der Fußball-WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) für Verwirrung gesorgt. „Es gibt eine Reihe von weiteren Maßnahmen, die getätigt werden können. Die WM ist eine davon“, sagte Bishop am Dienstag, nachdem das Land in Folge des Skandals um den Anschlag auf einen ehemaligen russischen Doppelagenten zwei russische Diplomaten ausgewiesen hatte.Wenig später stellte Bishop bei Twitter klar, dass sie damit nicht gemeint habe, dass Australien einen Boykott der WM in Erwägung ziehe. „Das ist falsch“, schrieb sie. Australien spielt in der Gruppe C gegen Frankreich, Dänemark und Peru. „Der australische Fußball-Verband respektiert die Verantwortung der Regierung in Bezug auf diplomatische und internationale Beziehungen“, teilte die FFA laut Fox Sports mit. Man habe eine „Klarstellung“ zu den Äußerungen der Ministerin erfragt: „Stand jetzt werden alle qualifizierten Teams, inklusive England, an der WM teilnehmen. Das bleibt auch unsere Intention.“

Island kündigte am Montagabend derweil einen diplomatischen Boykott der WM an. „Zu den von Island ergriffenen Maßnahmen gehört die Aussetzung der bilateralen Gespräche auf höchster Ebene mit den russischen Behörden“, teilte das isländische Außenministerium mit: „Deswegen werden auch keine Verantwortlichen des Landes in diesem Sommer zur Fußball-WM nach Russland reisen.“